Interview mit einem Weißgurt. Heute hat das ZR Team Graz Günther Moser im Gespräch. Er ist gebürtiger Tiroler und hat den Weg südlich des Brenners nach Graz zum Studieren gefunden. Günther studiert an der TU Graz Informatik und trainiert seit Mai bei uns im Team.

ZR Team Graz: Hallo Günther! Eigentlich werden Informatiker eher als Computernerds dargestellt, die am liebsten zuhause neben ihren rauschenden Rechner, im dunklen Zimmer und leuchtenden Tastaturen mit einer wuchtigen Brille vor dem Screen sitzen. Jetzt hast du zwar eine Brille, aber du verlässt die Wohnung auch zum Sport. Was hat dich zum Brazilian Jiu Jitsu gebracht?

Ich habe als Kind schon gern Kampfsport (Joseikan Budo) gemacht. Jedoch kam dann die Pubertät und ein World of Warcraft Accout. Es hat dann einige Zeit gedauert, bis ich wie Sport gemacht habe. Jedoch konnte ich dem Fitnessstudio nie wirklich viel abgewinnen und suchte nach Alternativen. Dann bin ich vom HEMA-fechten über Judo endlich bei ZR Graz fündig geworden. Eine der besten, wenn nicht die beste Entscheidung im letzten Jahr.

ZR Team Graz: Mittlerweile trainierst du seit April bei uns, abzüglich der Coronamonate, was bringt dich fast jeden Tag am Abend mit deinem Rad zum Gym zu fahren, um mit uns zu trainieren?

Der Druck, sich selbst immer zu verbessern. John Danaher meinte in einem Interview, dass das Leben aus vielen stink normalen Tagen besteht. Das Ziel ist es, an jedem von diesen Tagen um 1% besser zu werden. Dieser eine % ist meine Motivation, jeden Tag auf das Rad zu steigen.

ZR Team Graz: Du hattest davor schon andere Kampfsportarten trainiert wie Judo, jedoch hast du die relativ schnell wieder aufgehört. Was fasziniert dich so beim Brazilian Jiu Jitsu, dass du nicht aufgehört hast?

Wo bei anderen der Kampf aufhört, beginnt er beim BJJ erst. Man kann sich aus fast jeder Situation wieder befreien und erneut attackieren. Das finde ich sehr faszinierend.

ZR Team Graz: Wie gehst du eigentlich mit Verletzungen und Schmerzen um? Gerade am Anfang war das für dich ein gewisses Neuland, oder?

Ja, gleich zu Beginn hatte ich mich ein wenig übernommen. Daher musste ich eine Auszeit nehmen, aber für mich war klar, dass sobald ich wieder trainieren gehen kann, das auch tun werde. Mittlerweile bin erstens fitter und verletze mich dementsprechend nicht mehr so oft und wenn, trage eine Salbe auf und geh am nächsten Tag wieder den vorher erwähnten % zu finden.

ZR Team Graz: Würdest du sagen, dass das Training dich geformt und geprägt hat und dich auch deinen Zielen abseits des Trainings näher gebracht haben?

Ja, ich hatte eine Motivation, mit dem Rauchen aufzuhören. Das spart nicht nur Geld, sondern ich fühle mich auch viel gesünder. Gleichzeitig hab ich bemerk, dass ich auch in stressigen Situationen besser und überlegter reagiere. Denn Panik hilft keinem vor allem beim Sparring nicht.

ZR Team Graz: Welche Techniken trainierst du am liebsten und warum?

Um ehrlich zu sein, fällt mir derzeit keine Lieblingstechnik ein. Es sind alle interessant. Jedoch trainiere ich viel lieber mit Gi als NoGi, mMn hat man da viel mehr Möglichkeiten.

ZR Team Graz: Hattest du Ängste, bevor du mit Kampfsport begonnen hast, wegen Verletzungen oder warst du eher der Haudrauftyp?

Nein, bis ich mich dann verletzt habe. Aber ich war richtig froh, als ich dann wieder zum Training konnte.

ZR Team Graz: Was würdest du Interessierten über den Sport gerne sagen?

Kommt einfach vorbei, ihr werdet es nicht bereuen. OSS!


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